Wer keines hat, der merkt erst, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist. Die Rede ist vom Girokonto. Schon im Mittelalter wurde mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr begonnen, heute ist ein Girokonto aus dem normalen Leben kaum noch wegzudenken und wird als selbstverständlich angesehen. Löhne und Gehälter werden nicht mehr in der guten alten Lohntüte überreicht und auch die Miete und etliche andere Kosten werden jeden Monat ganz bequem vom Girokonto abgebucht.
Üblicherweise führen Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen Girokonten für ihre Kunde, die im Haben geführt werden. Alle Transaktionen werden also nur dann von der Bank ausgeführt, wenn das Konto über die nötige Deckung verfügt. Um eine Überweisung zu tätigen, muss das Girokonto demnach ein ausreichendes Guthaben aufweisen. Einige Kreditinstitute räumen eine so genannte „geduldete Überziehung“ ein, hierbei werden auch Transaktionen ausgeführt, wenn das Girokonto nicht über die nötige Deckung verfügt.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine gewisse Kreditlinie vertraglich festzulegen. Da es sich hierbei um einen richtigen Kredit (Dispokredit) handelt, obliegt es der Bank, diesen auf Wunsch in entsprechender Höhe einzuräumen, oder abzulehnen. Mit einem Girokonto lassen sich aber nicht nur Überweisungen tätigen, auch das Einrichten von Daueraufträgen, Lastschriften, Barabhebungen oder Bareinzahlungen, sowie bargeldlose Zahlungen mittels Bankkarte gehören zum Repertoire des Girokontos. Für die einzelnen Ausführungen werden, abhängig von den verschiedenen Banken, unterschiedlich hohe Gebühren verlangt.
In vielen Fällen können Inhaber eines Girokontos auf ein gewisses Freibudget an Transaktionen zurückgreifen, die bereits in den Kosten für die Führung des Girokontos enthalten sind. Bei zahlreichen Banken ist allerdings sowohl die Kontoführung als auch das Ausführen von Zahlungsaufträgen bereits kostenfrei.

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